Wer Sebastian Fingberg, Teamleiter Digital Workplace bei Dr. Oetker, auf den Hamburger IT Strategietagen zuhört, erwartet zunächst keinen Konditor. Doch dann erscheint auf der Folie eine Torte – und auf einmal ergibt auch das Sinn. Das Bild ist Fingbergs Modell für den Modern Workplace bei Dr. Oetker: Der Boden steht für die digitale Arbeitsplattform, die Schichten darüber für Kommunikations- und Kollaborationstools, mobiles Arbeiten, Endpoints sowie Automatisierung und KI. Die Glasur, die alles zusammenhält, setzt sich zusammen aus Security, Compliance, Schulungen und Support – und obenauf, als krönender Abschluss, die Dienste, die Mehrwert bringen. Ein anschauliches Bild für eine komplexe Aufgabe – auch bei Dr. Oetker.

Standardisierung als Schlüssel für eine effiziente IT-Bereitstellung

Das Familienunternehmen beschäftigt weltweit rund 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 40 Ländern. 1891 in einer Bielefelder Apotheke gegründet, hat sich das Unternehmen vom Backpulverhersteller zu einem multinationalen Nahrungsmittelkonzern mit einem Jahresumsatz von mehr als sieben Milliarden Euro entwickelt. Diesen globalen Betrieb mit einer einheitlichen, effizienten IT-Infrastruktur zu versorgen, war lange eine enorme Herausforderung. „Wir haben immer versucht, es allen recht zu machen: 13-Zoll-Laptop, 14-Zoll-Laptop, ein blaues 15-Zoll-Modell“, beschreibt Fingberg die Ausgangslage. Jeder Sonderwunsch schuf neuen Verwaltungsaufwand – selbst einfache Aufgaben wie Treiber-Updates wurden zur Belastungsprobe.

Benutzerdefiniertes Dashboards der HP Workforce Experience Platform: Die HP WXP liefert vollständige Transparenz über die gesamte Flotte, um Probleme frühzeitig zu erkennen. (Symbolbild)

Der Wendepunkt war eine bewusste strategische Entscheidung: Standardisierung. Das Ergebnis war ein einheitliches Basismodell – ein 14-Zoll-Laptop mit Docking-Station. Nach Ausschreibung und Gerätetests fiel die Wahl auf HP als Hardware-Partner. Parallel dazu fiel eine weitere Entscheidung, die nach Fingbergs Überzeugung mindestens genauso viel Gewicht hatte: konsequent in die Cloud zu gehen, auf Azure. „Das war eine wichtige Entscheidung, sie hat den Unterschied an Effizienz gemacht – sodass wir die Hände frei haben für wichtigere Aufgaben“, sagt Fingberg. Standardisierung bedeutete dabei kein Verzicht auf Flexibilität, sondern war deren Voraussetzung: Wer ein einheitliches Fundament schafft, kann darauf aufbauen.

Zwei Services revolutionieren die Gerätebereitstellung

Auf diesem Fundament wurde der nächste Schritt möglich: Windows Autopilot und HP Device Provisioning Services. Das Prinzip ist so einfach wie wirkungsvoll: Geräte werden direkt an den Endnutzer geliefert, vollständig vorkonfiguriert mit Benutzerkonto, Anwendungen und Sicherheitseinstellungen – alles über die Cloud eingespielt, ohne dass die IT-Abteilung je mit dem Gerät in Kontakt kommt. „Windows Autopilot ermöglichte erstmals, den Provisionierungsprozess drastisch zu vereinfachen – und das wollten wir nutzen. Der erste und vielleicht wichtigste Bestandteil dabei ist ein starker Partner. Und wir haben mit HP eine gute Wahl getroffen“, sagt Fingberg. Nach einem Piloten mit 100 Geräten, die zur vorgegebenen Zeit fertig konfiguriert ankamen, war die Entscheidung klar – inzwischen ist der Prozess konzernweit ausgerollt.

HP WXP: weniger Ausfälle – effizienteres Lifecycle-Management

Der nächste Ausbauschritt war die Einführung der HP Workforce Experience-Plattform (WXP) – und der brachte Erkenntnisse, die weit über das ursprünglich Geplante hinausgingen. Ziel war zunächst, Telemetriedaten zu Akku- und Festplattengesundheit auszuwerten, um Ausfälle vorherzusagen. Fiel früher ein Gerät aus, stand der Nutzer womöglich tagelang ohne Arbeitsmittel da. Heute schlägt das System an, bevor das passiert. „Jede Nacht erhalten wir Diagnosen von allen unseren Geräten. Wir wissen genau, welche Geräte Probleme haben“, erklärt Fingberg.

Darüber hinaus ermöglicht HP WXP die Überwachung von CPU- und RAM-Auslastung: Geräte, die dauerhaft am Limit laufen, werden identifiziert und durch leistungsstärkere Modelle ersetzt – bevor der Nutzer sich beschwert. Schon unmittelbar nach dem Ausrollen kamen wertvolle Daten herein, die proaktives Handeln ermöglichten. Fingberg empfiehlt dabei, zunächst auf bestimmte KPIs zu fokussieren und die Datenmenge schrittweise zu erschließen – und bei Bedarf externen Sachverstand hinzuzuziehen, der die Intune- und Autopilot-Konsole interpretieren kann.

HP WXP entdeckt sicherheitsrelevantes Problem

Welchen Wert diese Datentiefe haben kann, zeigte eine ungewöhnliche Entdeckung: Die HP WXP-Daten wiesen auf Anomalien hin, die auf ein Problem mit dem Antivirensystem hindeuteten. Bei näherer Prüfung stellte sich heraus, dass das System betreiberseitig nicht aktualisiert worden war. Ein sicherheitsrelevantes Problem – still und leise durch Telemetrie entdeckt, bevor es dem Unternehmen Schaden zufügen konnte. Das zeigt: DEX ist längst nicht nur ein Thema für den IT-Komfort, sondern auch für die Security.

Die Demo zeigt, wie die HP WXP in der Praxis funktioniert.

Komplexität zu reduzieren bleibt auch im App-Management ein Dauerthema. Bei Dr. Oetker gibt es einen konzernweiten Standard-Stack an Anwendungen, ergänzt durch länderspezifische Software. Berechtigungen hängen am Nutzer, nicht an der Hardware – was den Gerätewechsel deutlich vereinfacht. Wer eine zusätzliche Anwendung benötigt, folgt einfach einem klar definierten Workflow.

Fazit: Insbesondere lokale IT-Teams profitieren von der Transformation

Das Ergebnis dieser konsequenten Transformation ist deutlich spürbar – und zwar besonders dort, wo IT-Probleme früher am härtesten trafen: bei den lokalen IT-Administratoren in den Ländergesellschaften. „Sie leiden am meisten, wenn unvorhergesehene Probleme auftreten und sie alles stehen und liegen lassen müssen“, bringt es Fingberg auf den Punkt. „Wenn die lokalen Teams ihren Arbeitstag besser planen und gestalten können, dann sind sie – und wir – zufriedener.“ „Das Feedback aus dem gesamten Konzern ist einhellig positiv. Diese Torte hat die Mitarbe

Hier gibt es die gesamte Case Study zum Download:

Teilen
Teilen