In großen PC-Flotten entstehen häufig unbemerkt operative Reibungsverluste: Geräte fallen ungeplant aus, Updates schlagen fehl, Anwendungen laufen instabil und die Zahl der Supporttickets nimmt zu. Was im Einzelfall wie eine Kleinigkeit aussieht, kann sich in großen Installationen zu erheblichen Produktivitätsverlusten, zusätzlichem Administrationsaufwand und hohen Betriebskosten summieren summieren – von Produktivitätseinbußen ganz zu schweigen.
Auch die Sicherheit kann sich schleichend verschlechtern, insbesondere unterhalb des Betriebssystems, denn immer mehr Angriffe zielen auf Hardware und Firmware. Einer HP-Studie zufolge gehen 63 Prozent der IT- und Security-Entscheider von unerkannten Schwachstellen und Fehlkonfigurationen bei Hardware und Firmware aus; 60 Prozent halten die Erkennung und Eindämmung entsprechender Angriffe sogar für praktisch unmöglich.
Ein holistischer Blick auf Sicherheit und Betrieb
Inzwischen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass ein stabiler IT-Betrieb und die Endpoint-Security nicht mehr getrennt betrachtet werden können. Ein fehlgeschlagenes Update erzeugt Ausfälle und Tickets. Ein nicht installiertes Update kann dagegen eine bekannte Schwachstelle offenlassen. Wie real dieses Risiko ist, zeigt ein Fall, über den das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) berichtete. Danach liefen im April 2025 noch mehr als 180 Systeme mit veralteten Versionen von Ivanti Connect Secure, obwohl eine kritische Schwachstelle bereits aktiv ausgenutzt wurde und seit Wochen ein Patch bereitstand.

Ein stabiler IT-Betrieb und Endpoint-Security müssen in der KI-Ära
zusammengedacht werden.
Vom Ticket zur Prognose
Im Gegensatz zu klassischen Security-Prozessen geht es beim Zusammenspiel von Security und IT-Operations nicht primär um die Abwehr von Angriffen, sondern um die kontinuierliche Überwachung und Analyse der Endgeräte. Das Ticket ist damit nicht mehr der Ausgangspunkt der Problemlösung, sondern nur noch das sichtbare Symptom. Moderne Plattformen werten kontinuierlich Telemetriedaten zu Geräten, Anwendungen, Treibern, Akkus, Netzwerken und Konfigurationen aus. So lassen sich Muster erkennen, die auf einen drohenden Ausfall oder eine schleichende Verschlechterung hinweisen. KI-gestützte Analysen können auffällige Abweichungen priorisieren und ähnliche Fehlerbilder über viele Endgeräte hinweg zusammenführen. Das hilft, Ursachen schneller einzugrenzen und wiederkehrende Probleme nicht bei jedem Gerät von Neuem zu untersuchen. Je nach Störung können automatisierte Workflows die erforderlichen Updates anstoßen, Konfigurationen korrigieren oder Skripte ausführen.
HP WXP: Transparenz, Management und Prävention
HP setzt genau hier mit seiner Workforce Experience Platform (WXP) an. Die Plattform sammelt Telemetriedaten aus Endgeräten, Anwendungen und digitalen Arbeitsumgebungen, erkennt wiederkehrende Muster und priorisiert technische Auffälligkeiten nach ihren tatsächlichen Auswirkungen. Grundlage ist ein Datenbestand aus rund 48 Millionen Endpunkten, die täglich etwa 1,9 TByte neue Telemetriedaten liefern. WXP arbeitet hardwareagnostisch und lässt sich in bestehende Systeme wie ServiceNow, Power BI oder Tableau integrieren. Analyse und Problemlösung bleiben damit nicht in einem separaten Werkzeug eingeschlossen, sondern fließen direkt in bestehende IT- und Supportprozesse ein. Wiederkehrende Fehler lassen sich automatisiert beheben, Konfigurationen korrigieren oder Updates gezielt anstoßen.
Die Plattform zeigt dabei nicht nur, dass ein bestimmtes Gerät Probleme verursacht. Sie erkennt ähnliche Auffälligkeiten über größere Teile der Flotte hinweg und stellt Zusammenhänge zwischen Gerätezustand, Anwendungen und Nutzererfahrung her. Dadurch lassen sich Ursachen schneller eingrenzen, Störungen nach ihrer tatsächlichen Relevanz priorisieren und wiederkehrende Tickets vermeiden.
Gleichzeitig erhalten IT-Verantwortliche eine Datenbasis für das Lifecycle-Management. Statt Geräte pauschal nach festen Zeiträumen auszutauschen, können sie deren tatsächlichen Zustand, Leistungsfähigkeit und Störungsanfälligkeit berücksichtigen. Ein nachlassender Akku rechtfertigt schließlich nicht automatisch den Austausch des gesamten Notebooks. Umgekehrt lässt sich ein zunehmend instabiles oder nicht mehr ausreichend abgesichertes Gerät frühzeitig ersetzen.
Premium+ Support: Wenn Automatisierung nicht reicht
Nicht jedes Problem lässt sich durch ein Skript oder eine geänderte Konfiguration lösen. Deshalb ergänzt HP seine Workforce Experience Platform mit Premium+ Support. Dieser umfasst KI-gestützte Fehlererkennung und Warnmeldungen, priorisierten Remote-Support, Ersatzteile und Vor-Ort-Reparaturen. Der Zugang zur Starter-Version von WXP ist im Service enthalten. WXP und Premium+ bilden damit eine durchgängige Prozesskette: Die Plattform erkennt und bewertet eine Auffälligkeit, automatisierte Workflows versuchen das Problem zu lösen, und der Support greift ein, wenn ein technischer Eingriff oder eine Reparatur erforderlich ist. Aus dem klassischen Break-Fix-Modell wird ein proaktiver Betrieb der PC-Flotte. Das Ergebnis: Probleme werden gelöst, bevor sich Mitarbeiter dessen bewusst sind – und erhöhen so ihre Produktivität.
Fazit: Weniger Reibungsverluste senken die TCO
Das bedeutet weniger ungeplante Ausfälle und Arbeitsunterbrechungen, einen geringeren Diagnoseaufwand im Service Desk sowie besser planbare Reparaturen und Austauschzyklen. Proaktives Flottenmanagement wirkt damit auf mehrere Bestandteile der Gesamtbetriebskosten: Support, Administration, Ausfallzeiten, Reparatur und Beschaffung. Gleichzeitig verbessern einheitliche Patch- und Konfigurationsstände die Sicherheit der Endgeräte.
Weitere Informationen: Alles über die HP WXP

