Videokonferenzen übertragen Sprache und Dokumente zuverlässig. Was sie nicht übertragen, zeigt sich nicht als Störung: Der Ton ist gut, das Bild ist scharf, und trotzdem wissen Sie hinterher nicht, wie das Gespräch angekommen ist.
Warum Videocalls anstrengen
Jeremy Bailenson von der Stanford University hat 2021 eine Erklärung dafür vorgelegt. In Videokonferenzen laufen nonverbale Signale nicht nebenbei. Blickkontakt lässt sich nur andeuten, Mimik erscheint in unnatürlicher Größe und Nähe, Körpersprache endet an der Bildkante. Was Sie im selben Raum ohne Nachdenken aufnehmen, müssen Sie am Bildschirm aktiv erzeugen und entschlüsseln. In der kurzen Abstimmung fällt das kaum auf.
Warum Sie immer noch fliegen
Bei den wichtigen Gesprächen setzen Sie sich ins Flugzeug. Zum Investorentermin reist der Vorstand, zur Finalrunde kommt der Kandidat für die Bereichsleitung ins Haus. Das ist kein Ritual. Die Signale im Raum bestimmen den Ausgang mit, und das wissen Sie.
Bleiben zwei Möglichkeiten. Sie reisen, was Aufwand und Terminlage begrenzen. Oder Sie schalten einen Videocall und nehmen den Verlust in Kauf, ohne ihn überhaupt zu bemerken.
Ein Gegenüber am selben Tisch
HP Dimension mit Google Beam zielt auf die Fälle dazwischen: Gespräche, bei denen eine Reise nicht infrage kommt, ein Videocall aber zu wenig ist. Statt einer Kachel haben Sie ein lebensgroßes, dreidimensionales Gegenüber vor sich, das am selben Tisch Platz genommen zu haben scheint. Google Beam ist die Plattform, die aus mehreren Kamerabildern per KI dieses räumliche Livebild rechnet, HP Dimension die Hardware: Sieben Kameras erfassen Sie aus verschiedenen Winkeln, ein Lichtfeld-Display von 65 Zoll zeigt Ihr Gegenüber, und die Ansicht verschiebt sich mit, sobald Sie den Kopf bewegen. Die Stimme kommt aus der Richtung, in der Ihr Gegenüber sitzt.

Was Sie einrichten, ist ein eigener kleiner Raum für die wichtigen Gespräche, kein Zubehör für den Konferenzraum. Und Sie brauchen zwei solche Räume.
Fünf Fragen führen zu einer belastbaren Antwort. Nicht jede Organisation kommt dabei zu einem Ja.
1. Führen Sie Gespräche, bei denen die Zwischentöne entscheiden?
Der Nutzen entsteht dort, wo Ihnen entgeht, ob jemand zögert, ob eine Kandidatin bei einer Frage kurz stockt, ob ein Mitarbeiter die Kritik annimmt oder nur nickt. Weil Linse und Bild auseinanderliegen, schauen Sie entweder in die Kamera oder ins Gesicht: Wer in die Kamera schaut, wirkt aufmerksam, sieht dabei aber nichts. Wer auf das Bild schaut, sieht etwas und wirkt abwesend.
Gibt es in Ihrem Kalender Gespräche, bei denen das den Ausgang beeinflusst? Investorenkommunikation, sensible Verhandlungen, Finalrunden im Auswahlverfahren, Experten-Reviews mit Konfliktpotenzial. Wer hier nichts findet, hat eine klare Antwort und spart sich die übrigen vier Fragen.
2. Steht auf der anderen Seite ein zweiter Raum?
Hier liegt das häufigste Ausschlusskriterium. 3D-Video setzt auf beiden Seiten einen HP-Dimension-Raum voraus und ist bewusst auf zwei Personen ausgelegt. Wählt sich die Gegenseite von Laptop oder Konferenzraum ein, fällt das Gespräch auf gewöhnliches 2D-Video zurück. Wechselt die Gegenseite ständig, rechnet sich die Anschaffung nicht. Das System entfaltet seine Wirkung entlang fester Verbindungen, etwa zwischen Zentrale und regionalem Standort oder zwischen Personalabteilung und Auslandsbüro.
Der technische Aufwand bleibt überschaubar, gefragt sind ein kleiner, ruhiger Raum mit kontrolliertem Licht, dazu Google Meet oder Zoom. Für Bedienung und Sprachaufnahme liegen ein Poly TC10 Touch Controller und zwei Poly Studio A2 Tischmikrofone bei.
3. Rechnen Sie mit dem richtigen Nutzen?
Rechnen Sie nicht die Flüge gegen, die Sie sparen, sondern die Gespräche, die Sie zusätzlich auf diesem Niveau führen können. Messungen zum Gesprächsverhalten weisen gegenüber der klassischen Videokonferenz 39 Prozent mehr nonverbale Signale, 14 Prozent mehr Aufmerksamkeit auf das Gegenüber und eine um 28 Prozent bessere Informationsaufnahme aus.
Im Recruiting lässt sich sogar beziffern, was ein Videocall kostet. Eine Metaanalyse über 24 Studien zeigt: Bewerber schätzen einen Arbeitgeber nach technikvermittelten Interviews als weniger attraktiv ein als nach Gesprächen vor Ort. Diesen Preis zahlen Sie bei jedem Videointerview, ohne ihn zu sehen.
4. Was macht das mit der Wahrnehmung?
Ein Raum mit HP Dimension ist sichtbar. Auf der Führungsebene sind Präsenz-Suiten die naheliegende Aufstellung. Für die IT ist das ungewohnt, denn sie verantwortet sonst Infrastruktur, die kaum jemand bemerkt, solange sie läuft. Hier steht ein Raum, über den Mitarbeitende, Kunden und Gäste von sich aus reden.
Anwender sind unter anderem Deloitte, Salesforce und NEC, in Deutschland etwa Schwarz Digits. Frost & Sullivan hat HP und Google für die Lösung im April 2026 als Produktinnovation des Jahres im Videokommunikationsmarkt ausgezeichnet.
5. Woran messen Sie hinterher den Erfolg?
Wie oft der HP-Dimension-Raum belegt ist, taugt als Kennzahl nicht, weil er für wenige, dafür wichtige Gespräche vorgehalten wird. Tragfähiger sind vier andere: wie Beteiligte das Gespräch erleben, wie sich ihr Verhalten verändert, was das für Zusammenarbeit und Bindung bedeutet, und zuletzt die eingesparte Reisezeit. Legen Sie das vor dem Pilotbetrieb fest, sonst reden Sie hinterher über Buchungszahlen.
Ein Nein bei Frage 1 oder 2 erspart Ihnen zwei Räume, die niemand nutzt. Fünfmal Ja heißt, dass Sie hinterher wissen, woran Sie sind.
Alle Infos zu HP Dimension mit Google Beam finden Sie hier.
