Die erste große Welle hybrider Arbeit basierte auf Online-Meetings mit leichten Kameras, Speakerphones und Headsets. Diese Geräte gehörten zur sogenannten ersten Generation (Gen 1). Viele davon erfüllen ihren Zweck bis heute. Doch die Rahmenbedingungen haben sich seitdem verändert. Moderne Kollaborationsplattformen nutzen KI-gestützte Audio- und Videotechnologien, mit denen ältere Endgeräte technisch überfordert sind. Das bedeutet, dass häufig Qualitätsprobleme auftreten, die der Plattform zugeschrieben werden, obwohl die Ursachen dafür an der eingesetzten Peripherie liegen.

Plattformanbieter reagieren mit Zertifikaten

Für die Plattformanbieter wird es deshalb zunehmend wichtiger, die Qualität der Nutzererfahrung klar gegenüber der eingesetzten Hardware abzugrenzen. Um dies sicherzustellen, haben sie Zertifizierungsprogramme aufgelegt. Microsoft verlangt beispielsweise in seinem Device-Zertifizierungsprozess, dass Endgeräte umfassende Prüfungen in den Bereichen Audio- und Videoqualität, Sicherheit, Bedienbarkeit und Plattformintegration durchlaufen müssen, bevor sie als „Certified for Microsoft Teams“ freigegeben werden. Ziel ist eine konsistente Meeting-Erfahrung über unterschiedliche Einsatzszenarien und Geräte hinweg. Zoom verfolgt einen vergleichbaren Ansatz: Im Rahmen des „Zoom Certified Hardware“-Programms werden Geräte in unabhängigen Testumgebungen geprüft, um eine zuverlässige Audio- und Videoleistung sowie die vollständige Unterstützung der zentralen Plattformfunktionen sicherzustellen.

Gen 2: Drei zentrale Verbesserungen gegenüber Gen 1

Mit der neuen Gen-2-Generation der Meeting-Peripherie reagieren die Anbieter auf die steigenden Anforderungen der Plattformen. Die Unterschiede zu Gen 1 lassen sich in drei Kategorien zusammenfassen:

  1. Gen-2-Geräte verfügen über deutlich mehr On-Device-Rechenleistung. Ein Großteil der Signalverarbeitung erfolgt direkt im Endgerät und nicht mehr in der Plattform – ein Architekturwechsel, der die Stabilität und Skalierbarkeit verbessert.
  2. KI ist bei Gen 2 kein optionales Zusatzfeature, sondern integraler Bestandteil. Algorithmen erkennen Sprache, filtern störende Hintergrundgeräusche kontextabhängig heraus und passen die Kamerabilder dynamisch an. Meetings wirken dadurch ruhiger und professioneller, ohne dass manuelle Eingriffe erforderlich sind.
  3. Gen-2-Hardware ist darauf ausgelegt, eng mit den führenden Kollaborationsplattformen zusammenzuarbeiten. Firmware, Sicherheitsfunktionen und neue Features lassen sich kontinuierlich anpassen, sodass die Hardware auch bei schnellen Release-Zyklen langfristig einsetzbar bleibt.

KI: Brücke zwischen Plattform und IT

Ein weiterer Mehrwert von KI ist die Rolle als Bindeglied zwischen Plattform und IT. Moderne Geräte passen sich automatisch an neue Plattformfunktionen an und reagieren dynamisch auf wechselnde Audio- und Videoanforderungen. Für die IT-Abteilungen bedeutet das weniger Konfigurationsaufwand, weniger Supportfälle und eine konsistente Nutzererfahrung über unterschiedliche Arbeitsorte hinweg.

Die Plattformen fordern Gen 2-Geräte

Die drei führenden Kollaborationsplattformen entwickeln ihre Funktionen mit hoher Geschwindigkeit weiter, insbesondere im Bereich KI-gestützter Audio- und Videoverarbeitung. Um eine durchgängige Qualität weiterhin sicherzustellen, werden die entsprechenden Zertifizierungen angepasst. Perspektivisch verschiebt sich damit der Fokus der Zertifizierungen in Richtung Gen-2, da nur diese Geräte die technischen Voraussetzungen für aktuelle und kommende Plattformfunktionen erfüllen können.

Risiken nicht zertifizierter Geräte

Nicht zertifizierte oder veraltete Geräte bergen klare Risiken. Sie können zu Kompatibilitätsproblemen führen, neue Plattformfunktionen nicht unterstützen oder Sicherheitsanforderungen nur eingeschränkt erfüllen. Hinzu kommen eingeschränkter Support und potenzielle Compliance-Risiken. Zwar funktionieren die Online-Meetings mit solchen Geräten in der Regel weiterhin, jedoch oft mit reduziertem Funktionsumfang, geringerer Qualität und steigender Störanfälligkeit – ein Zustand, der sich im professionellen Umfeld langfristig kaum rechtfertigen lässt.

HP: Unterstützung beim Übergang von Gen 1 auf Gen 2

HP entspricht mit seinen aktuellen Videolösungen den aktuellen Gen-2-Anforderungen führender Kollaborationsplattformen und ist darauf ausgelegt, auch zukünftige Plattform-Updates zu unterstützen. Darüber hinaus begleitet das Unternehmen den Übergang von Gen 1 auf Gen 2 – von der Migrationsplanung über Trade-in-Programme bis hin zum Lifecycle-Management. So lässt sich der Technologiewechsel kontrolliert und budgetierbar umsetzen, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen.

Fazit

Wer hybride Zusammenarbeit langfristig mit hoher Qualität sicherstellen will, kommt an einer Modernisierung der Meeting-Peripherie nicht vorbei. Zertifizierte Gen-2-Geräte sind kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung dafür, dass moderne Kollaborationsplattformen ihr Potenzial entfalten können. HPs Poly-Systeme unterstützen die Unternehmen dabei, diesen Wandel strukturiert und zukunftssicher zu gestalten.

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