Der aktuelle Lagebericht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeigt, dass Anzahl und Qualität der Cyberangriffe weiter zunehmen. Angreifer nutzen gezielt schlecht geschützte Infrastrukturen aus. Besonders betroffen sind davon kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die nicht selten als Einfallstor in größere Organisationen dienen.
Gleichzeitig verschärft die geopolitische Lage die Risiken. Laut einer Bitkom-Studie halten 64 Prozent der Befragten Deutschland nur für bedingt abwehrbereit gegenüber digitalen Angriffen. Neue Technologien erweisen sich dabei als zweiseitiges Schwert. „Einerseits nutzen viele Unternehmen KI, um Anomalien schneller zu erkennen, andererseits automatisieren und skalieren die Angreifer mit KI ihre Attacken“, erklärt Michael Giesecke, Endpoint Security Specialist bei HP.
Regulatorischer Druck steigt – Ressourcen bleiben knapp
Mit der europäischen NIS2-Richtlinie stellt sich die EU-Kommission der Entwicklung entgegen und will das Sicherheitsniveau kritischer und wichtiger digitaler Infrastrukturen europaweit deutlich anheben. Die Vorgabe wurde Ende 2025 in deutsches Recht umgesetzt. Für Unternehmen und Behörden wird IT-Sicherheit damit zu einem zentralen Baustein digitaler Souveränität. Technologische Unabhängigkeit, rechtliche Kontrolle über Daten und belastbare Sicherheitsstandards müssen fortan zusammengedacht werden.
Konzepte wie Security by Design, Zero Trust, starke Verschlüsselung, transparente Lieferketten und regelmäßige Audits sind jetzt oberste Pflicht. Damit aber steigen auch die Belastungen. Michael Giesecke kennt die Konsequenzen: „Bei vielen Organisationen bedeutet NIS2: komplexer Umsetzungsaufwand gepaart mit erheblichem Interpretationsspielraum bei weiterhin begrenzten Ressourcen.“
Der Arbeitsplatz wird zum sicherheitskritischen Knotenpunkt
Parallel verändert sich die Arbeitswelt. Mobile Arbeitsmodelle erhöhen zwar die Flexibilität und Produktivität der Mitarbeiter – aber auch die Angriffsflächen. Damit verlagert sich die Sicherheitsgrenze: weg vom klassischen Perimeter, hin zum einzelnen Endgerät und den darauf verarbeiteten Daten. Forrester spricht hier von einer „ansteigenden Angriffsvielfalt, die traditionelle Schutzmodelle überfordert und die Sicherheit von Endpunkten und deren Daten in den Fokus rückt“. Dementsprechend müssen Sicherheitsmechanismen heute den gesamten Lebenszyklus eines Endgerätes abdecken: von der Produktion über den Transport und den Betrieb bis zur Außerbetriebnahme.
HP: Holistischer Security-Ansatz
HP, einer der führenden Endgeräte-Anbieter, setzt hierzu auf ein integriertes Sicherheitskonzept. Zentrales Element ist die HP Wolf Security Suite. Sie bietet geschichtete Sicherheitsfunktionen, die von der Hardware bis zur Anwendungsebene reichen. Funktionen wie ein manipulationsgeschütztes BIOS mit automatischer Wiederherstellung können Angriffe auf Firmware-Ebene erkennen und abwehren. Sicherheitsfunktionen, die direkt im Gerät verankert sind, erschweren Manipulationen unterhalb des Betriebssystems. Solche integrierten Ansätze erhöhen die Resilienz deutlich – und machen Organisationen als Ziel weniger attraktiv. Das BSI betont seit Jahren die Bedeutung hardwaregestützter Sicherheitsmechanismen, denn damit sind die Geräte für Cyber-Kriminelle weniger attraktiv.
Technologie allein reicht nicht
Zu diesem Ansatz gehören weitere Lösungen wie HP SureView zum Schutz vor visuellen Angriffen in öffentlichen Umgebungen oder SureClick Enterprise, das riskante Browser-Inhalte in isolierten Micro-VMs (Virtual Machines, virtuelle Maschinen) ausführt. Auch E-Mail-Anhänge werden in gekapselten Umgebungen geöffnet, um Schadcode vom eigentlichen System fernzuhalten. Ziel ist es, potenziell schädliche Inhalte konsequent vom eigentlichen System zu isolieren. Ein solches Isolationsprinzip empfiehlt das BSI als wirksamen Schutz gegen Ransomware.
Wie weit sich dieser integrierte Ansatz treiben lässt, zeigt ein Blick auf besonders sensible Einsatzszenarien. Gemeinsam mit Partnern bietet HP mit der Sure Station ein Notebook an, das für die Verarbeitung von Informationen bis zur Einstufung „VS-NfD – Verschlusssache, nur für den Dienstgebrauch“ ausgelegt ist. Dieser vom BSI definierte Standard stellt hohe Anforderungen an Technik und Betrieb.
Doch selbst ausgefeilte Schutzmechanismen entfalten ihre Wirkung nur dann, wenn sie richtig eingesetzt und organisatorisch eingebettet sind. „Sicherheit basiert auf drei Säulen: Technologie, Menschen und Prozesse. Denn Technologie, die nicht richtig angewendet wird, ist wertlos“, sagt Michael Giesecke, Endpoint Security Specialist bei HP.
Fazit
Security ist eine tragende Säule der digitalen Souveränität. Hardwarebasierte Schutzmechanismen in den Endgeräten erlauben eine wartungsarme, standardisierte und zugleich hochsichere Nutzung – sogar mit sensiblen Daten in Behörden und sicherheitskritischen Unternehmensbereichen. Für Organisationen, die ihre digitale Souveränität ernst nehmen, sind entsprechend abgesicherte Endgeräte ein strategisches Muss.

